Grußwort von

 

Professor Dr. Helmuth Möhwald

“Für mich ist Na­no­tech­no­lo­gie eine Tech­nol­gie, die auf der de­fi­nier­ten Struk­tur­kon­trol­le im Län­gen­be­reich zwi­schen 1nm und 100 nm be­ruht. Dazu ge­hö­ren also dann auch Tech­no­lo­gi­en, die auf den eher klas­si­schen Ge­bie­ten Kol­lo­id­for­schung oder Grenz­flä­chen­for­schung be­ru­hen, die Na­no­tech­no­lo­gie ist also nicht neu, da diese Ge­bie­te seit fast 100 Jah­ren ge­nutzt wer­den. Viel­leicht ist aber die de­fi­nier­te Struk­tur­kon­trol­le jün­ger, si­cher aber älter als die vie­len Worte mit der Vor­sil­be NANO.”

Pro­fes­sor Dr. Hel­muth Möh­wald,
Di­rek­tor Max-Planck-In­sti­tut für Kol­lo­id- und Grenz­flä­chen­for­schung

Professor Dr. Gerd Binnig

“Pro­fes­sor Dr. Gerd Bin­nig * 20. Juli 1947 in Frank­furt am Main, No­bel­preis für Phy­sik 1986”


“Pro­zes­se im Na­no­me­ter­be­reich sind ei­gent­lich fast all­ge­gen­waer­tig, bei den Pro­zes­sen in un­se­rem Or­ga­nis­mus, selbst beim Strei­chen eines Lat­ten­zauns. Wenn wir heute aber von Na­no­tech­no­lo­gie reden, mei­nen wir nicht che­mi­sche Pro­zes­se, auch wenn diese auf feins­ter Skala ab­lau­fen. Wir mei­nen damit die ge­ziel­te na­no­me­ter-prae­zise oert­li­che Ge­stal­tung eines Ob­jek­tes, das eine Funk­ti­on er­fu­ellt. Der Ue­ber­gang von Che­mie ueber Bio­lo­gie zur Na­no­tech­no­lo­gie ist je­doch flies­send, da der Ue­ber­gang von sta­tis­ti­schen zu ge­ziel­ten Pro­zes­sen flies­send ist, und re­la­ti­ve oert­li­che Ge­stal­tung ge­nau­so wich­tig sein kann wie ab­so­lu­te. Ein Tran­sis­tor muss nicht un­be­dingt ab­so­lut zum chip po­si­tio­niert sein, wenn  nur seine Ver­bin­dun­gen zu den rich­ti­gen Stel­len gehen und er in seine na­e­he­re Um­ge­bung passt. Viel­leicht mu­es­sen die Tran­sis­to­ren sogar in einem ge­wis­sen Sinn nur sta­tis­tisch funk­tio­nie­ren, wenn die Ge­samt­funk­ti­on den­noch ge­wa­eh­leis­tet ist.”

Pro­fes­sor Dr. Gerd Bin­nig
(IBM-Fel­low, Phy­sik No­bel­preis 1986)

 

 

Pro­fes­sor Dr. Hein­rich Roh­rer

“Pro­fes­sor Dr. Hein­rich Roh­rer * 6. Juni 1933 in Buchs SG; † 16. Mai 2013
(Ar­bei­te­te bei Wolf­gang Pauli und Paul Scher­rer) No­bel­preis für Phy­sik 1986”

“Pro­zes­se im Na­no­me­ter­be­reich sind ei­gent­lich fast all­ge­gen­waer­tig, bei den Pro­zes­sen in un­se­rem Or­ga­nis­mus, selbst beim Strei­chen eines Lat­ten­zauns. Wenn wir heute aber von Na­no­tech­no­lo­gie reden, mei­nen wir nicht che­mi­sche Pro­zes­se, auch wenn diese auf feins­ter Skala ab­lau­fen. Wir mei­nen damit die ge­ziel­te na­no­me­ter­prae­zise oert­li­che Ge­stal­tung eines Ob­jek­tes, das eine Funk­ti­on er­fu­ellt. Der Ue­ber­gang von Che­mie ueber Bio­lo­gie zur Na­no­tech­no­lo­gie ist je­doch flies­send, da der Ue­ber­gang von sta­tis­ti­schen zu ge­ziel­ten Pro­zes­sen flies­send ist, und re­la­ti­ve oert­li­che Ge­stal­tung ge­nau­so wich­tig sein kann wie ab­so­lu­te. Ein Tran­sis­tor muss nicht un­be­dingt ab­so­lut zum Chip po­si­tio­niert sein, wenn nur seine Ver­bin­dun­gen zu den rich­ti­gen Stel­len gehen und er in seine na­e­he­re Um­ge­bung passt. Viel­leicht mu­es­sen die Tran­sis­to­ren sogar in einem ge­wis­sen Sinn nur sta­tis­tisch funk­tio­nie­ren, wenn die Ge­samt­funk­ti­on den­noch ge­wa­ehr­leis­tet ist.”

 

 

“Die Na­no­Craft ist aus einem fas­zi­nie­ren­dem Stück Wis­sen­schafts­ge­schich­te her­aus ent­stan­den. Der Traum der, in­zwi­schen mit dem No­bel­preis ge­ehr­ten Phy­si­ker Gerd Bin­nig und Hein­rich Roh­rer, war mit­tels me­cha­ni­scher Stel­lele­men­te di­rekt in die Welt der Quan­ten­phy­sik vor­zu­drin­gen. So ent­wi­ckel­ten sie 1981 das Ras­ter­tun­nel­mi­kro­skop im IBM-For­schungs­la­bor bei Zü­rich und schu­fen damit einen wich­ti­gen Grund­stein für die sich in­zwi­schen rasch ent­wi­ckeln­de Na­no­tech­no­lo­gie. Sabri Akari war Mit­ent­wick­ler der aus der Ras­ter­tun­nel­mi­kro­sko­pie ab­ge­lei­te­ten Che­mi­schen Kraft­mi­kro­sko­pie CFM. Aus die­sen Fun­da­ment her­aus wurde die Firma Na­no­Craft 2001 als Aus­grün­dung des Max-Planck-In­sti­tuts für Kol­lo­id- und Grenz­flä­chen­for­schung Golm (MPI-KGF) im In­no­va­ti­ons­zen­trum Engen eta­bliert.”