Grußwort von

Professor Dr. Helmut Möhwald

"Für mich ist Nanotechnologie eine Technolgie, die auf der definierten Strukturkontrolle im Längenbereich zwischen 1nm und 100 nm beruht. Dazu gehören also dann auch Technologien, die auf den eher klassischen Gebieten Kolloidforschung oder Grenzflächenforschung beruhen, die Nanotechnologie ist also nicht neu, da diese Gebiete seit fast 100 Jahren genutzt werden. Vielleicht ist aber die definierte Strukturkontrolle jünger, sicher aber älter als die vielen Worte mit der Vorsilbe NANO."

Professor Dr. Helmut Möhwald,
Direktor Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung


Professor Dr. Gerd Binnig

"Prozesse im Nanometerbereich sind eigentlich fast allgegenwaertig, bei den Prozessen in unserem Organismus, selbst beim Streichen eines Lattenzauns. Wenn wir heute aber von Nanotechnologie reden, meinen wir nicht chemische Prozesse, auch wenn diese auf feinster Skala ablaufen. Wir meinen damit die gezielte nanometer-praezise oertliche Gestaltung eines Objektes, das eine Funktion erfuellt. Der Uebergang von Chemie ueber Biologie zur Nanotechnologie ist jedoch fliessend, da der Uebergang von statistischen zu gezielten Prozessen fliessend ist, und relative oertliche Gestaltung genauso wichtig sein kann wie absolute. Ein Transistor muss nicht unbedingt absolut zum chip positioniert sein, wenn  nur seine Verbindungen zu den richtigen Stellen gehen und er in seine naehere Umgebung passt. Vielleicht muessen die Transistoren sogar in einem gewissen Sinn nur statistisch funktionieren, wenn die Gesamtfunktion dennoch gewaehleistet ist."

Professor Dr. Gerd Binnig
(IBM-Fellow, Physik Nobelpreis 1986)