Rasterkraftmikroskopie "AFM"

Mit einer  extrem scharfen, lithographisch hergestellten Spitze tastet ein Piezoscanner die  Oberfläche ab. Kurzreichweitige Kräfte zwischen Spitze und Oberfläche verursachen kleinste Auslenkungen des Hebelarms, welche mit einem Laserstrahl  detektiert werden. Eine Bedampfung der Oberfläche mit Gold, oder das Anlegen eines Vakuums ist, im Gegensatz zur Elektronenmikroskopie nicht erforderlich. Die einzigartige Möglichkeit, weiche Oberflächen sogar in Flüssigkeit abzubilden, machen die AFM  in Kombination mit seiner extremen Hochauflösung zu einem unverzichtbaren  Werkzeug der modernen Oberflächenanalytik und der Nanotechnologie. Ein besondere Vorteil der Rasterkraftmikroskopie für biologische Anwendungen ist die Möglichkeit, Objekte in Flüssigkeiten zu untersuchen, z.B. Zelloberflächen in physiologischen Medien.

Abbildung einer lebenden Bakterie in H2O